Zeugnisse und andere Anlagen

Insbesondere wenn von vollständigen Bewerbungsunterlagen die Rede ist, sind Zeugnisse und andere Nachweise der Bewerbung beizufügen. Diese können sein:

  • Arbeitszeugnisse
  • Praktikumszeugnisse
  • Arbeitsbestätigungen
  • Abschlüsse jeglicher Art
  • Zertifikate
  • Diplome
  • Teilnahmebestätigungen
  • Schulzeugnisse
  • Kompetenzprofile
  • und vieles mehr

Nachweis

Grundsätzlich dienen die Anlagen als Nachweise zu Deinen Angaben im Lebenslauf. Das schafft Vertrauen. Darüber hinaus geben manche Schriftstücke entscheidende Zusatzinformationen. Z. B. bei weniger bekannten Studiengängen, vor allem im Ausland durchgeführte, können die gelernten Themen bzw. belegten Kurse Aufschluss über die inhaltlich passende Qualifikation geben. Noten sind in der Regel nur bei Berufseinsteigern interessant – die berufspraktische Erfahrung zählt da mittlerweile mehr.

Umfang

Es empfiehlt sich, die Anlagen bewusst auszuwählen. Vor allem wenn es mehr als 10 Seiten sind, solltest Du nur die wichtigsten beifügen. Der gesamte Speicherbedarf Deines E-Mail-Anhangs sollte 3 MB nicht übersteigen. Ansonsten kann es schon beim Versand der E-Mail zu Problemen kommen, oder beim Empfang oder beim Öffnen. Der Speicherbedarf lässt sich durch einen Scan mit 300 dpi und ggf. in Schwarz-Weiß reduzieren. Werden die Anlagen nicht einzeln in einem Bewerbungsportal hochgeladen, sondern per E-Mail verschickt, sollten sie zu einem PDF zusammengefasst werden, in der Regel zusammen mit Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf.

Auswahl

Deine relevante Qualifikation solltest Du mit Deinen Unterlagen nachweisen. Schulzeugnisse sind bereits nach Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums nicht mehr ausschlaggebend. Teilnahmebestätigungen oder auch Inhaltsübersichten zu Weiterbildungen können durchaus einen gehaltvollen Unterschied machen, insbesondere wenn Deine Ausbildung schon länger zurückliegt. Arbeitszeugnisse der letzten 10 Jahre bzw. zumindest längerer Arbeitsverhältnisse interessieren fast jeden Personaler. Diese sollten allerdings qualifizierte Zeugnisse sein, in denen Deine Arbeit nicht nur beschrieben, sondern auch beurteilt wird.

Reihenfolge

Am besten orientierst Du Dich dabei am Lebenslauf. Die Qualifikationsnachweise sind für viele Personaler die wichtigsten. Wenn Du Deine Qualifikation im Lebenslauf zuerst nennst, passt das natürlich auch zur Reihenfolge Deiner Anlagen. Grundsätzlich solltest Du Dir überlegen, welche Dokumente für die Leser wahrscheinlich am wichtigsten sind. Diese sollten zu oberst sein. Ein weiteres Kriterium der Sortierung ist natürlich die Chronologie. Wie im Lebenslauf auch kommen die neueren Nachweise zuerst.

Persönlichkeit

Nicht nur im Management-Bereich kommt es immer häufiger vor, dass Bewerber ein schriftliches Persönlichkeitsprofil haben. Dieses kann wertvollen Aufschluss über die Persönlichkeit des Bewerbers und damit den Cultural Fit zum Unternehmen geben. Falls Du so etwas hast, kannst Du es ganz oder Teilen Deiner Bewerbung beifügen. Du entscheidest, wie viel Du preisgibst.

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