Motiviert und engagiert

Gute Arbeitgeber suchen natürlich auch gute Bewerber. Gut definiert sich dabei nicht nur über die fachliche Eignung, sondern auch über die persönliche. Die persönliche Eignung findet sich in den persönlichen Stärken und der Motivation.

Motiviert, aber wofür?

Jeder Mensch hat eine Motivation. Es gibt keine nicht motivierten Menschen. Die Frage ist, wofür bist Du motiviert und wodurch? Und für den guten Arbeitgeber entscheidend ist, ob Du als Bewerber mit Deiner Motivation das Unternehmen und Dein Team voranbringst, weil Deine Motivation die gleiche Richtung hat.

Motivation für das Unternehmen

Gute Arbeitgeber haben einen Unternehmenszweck, eine Mission, eine Vision, ein Leitbild oder zumindest sichtbar gelebte Werte. Recherchiere vor Deiner Bewerbung, was das Unternehmen und seine Mitarbeiter bewegt. Kannst und willst Du da mitgehen? Wenn ja, weshalb? Was spricht Dich besonders an? Was bewegt Dich? Die Motivation für das Unternehmen ist besonders für erfolgreiche Initiativ-Bewerbungen ein entscheidender Inhalt.

Motivation für die Position

Auch in Bezug auf eine Stelle kannst Du Dich besonders angesprochen fühlen. Neben einzelnen Aufgaben, Verantwortungen und Zielen kann es auch das Setting sein, also die Rahmenbedingungen, z. B. das Team, die Art der Zusammenarbeit, der Ort und vieles mehr. Wenn Du Dich ausschließlich für die monetären Konditionen wie Gehalt, Sozialleistungen oder Benefits begeistern kannst, vergiss eine Bewerbung. Denn bei einem guten Arbeitgeber wirst Du damit kaum landen.

Geld verdienen als Motivation

Natürlich ist das Bewerbungsmotiv, Geld zu verdienen, völlig legitim. Doch vor dem Nehmen (oder besser Bekommen) steht das Geben. Bei einem guten Arbeitgeber wirst Du mit einer hohen Motivation und einer guten Arbeit auch gutes Geld verdienen. Dein Gehalt ist der Preis Deiner Arbeit. Doch der steht kommt zum Schluss wie die Kasse im Supermarkt.

Motivation zeigen

Eine klare Sache ist, wenn Du im Anschreiben über Deine Motivation für Deine Bewerbung schreibst. Sag einfach, wie es für Dich ist. Wenn Du es noch nicht sagen kannst, lohnt es sich, Dich mit der eigenen Motivation näher auseinanderzusetzen.

Doch auch zwischen den Zeilen liest ein Personaler die Motivation des Bewerbers ab. Sind Deine Unterlagen fehlerfrei (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Formatierung, Anordnung etc.)? Sind Deine Bewerbungsunterlagen klar, aussagekräftig, prägnant? Sind Deine Bewerbungsunterlagen ansprechend, individuell aufbereitet, stimmig und somit überzeugend? Spürt der Personaler, dass Du die Stelle wirklich willst? Wenn er stattdessen Deinen Bewerbungsfrust empfängt, wirst Du nicht landen.

Zu viel Motivation macht misstrauisch

Nun gibt es Fälle, wo Bewerber hoch motiviert sind für eine Position bzw. ein Unternehmen. Sie sind fachlich bestens geeignet, bringen sogar persönlich die passenden Stärken mit. Sie haben Bewerbungsunterlagen verschickt, die sich wirklich zeigen lassen und sich vom Standard positiv abheben. Und diese Kandidaten werden eingeladen, aber nicht eingestellt. Was ist da los?

Nicht selten sind diese Bewerber übermotiviert. Ja, es gibt auch ein Zuviel an Motivation. Das Zuviel entsteht meist aus einer Verzweiflung heraus: Es muss klappen! Diese Kandidaten sind manchmal gar verbissen, lassen nicht locker, strengen sich tierisch an, erscheinen nahezu perfekt.

Und das macht Personaler misstrauisch, denn – kein Mensch ist perfekt. Wo ist also der Haken? Das ist einfach zu schön, um wahr zu sein. Oder hat der Bewerber diese Stelle so dringend nötig, dass er sich so über die Maßen ins Zeug legt? Solche oder ähnliche Gedanken dürfte ein Personaler sich machen, wenn er einen übermotivierten Bewerber kennenlernt. Und dann lehnt er aus dem Zweifel heraus selbst einen Spitzenkandidaten vielleicht eher ab.

Volldampf voraus – Plan B in der Tasche

Wie immer kommt es auf das richtige Maß an – auch bei der Motivation. Für die anvisierte Stelle brennen und alles geben, was Du zu bieten hast. Das ist super. Und trotzdem nicht alles auf eine Karte setzen. Habe immer einen Plan B in Deiner Tasche, eine zweitbeste Alternative. Nur für den Fall, dass es mit dem Traumjob jetzt gerade nicht klappen sollte. Das entspannt Dich ein wenig und lässt Dich souveräner auftreten. Damit bleibst Du locker überzeugend ehrlich.

⇒ Übersicht aller Tipps und Anleitungen für Deine überzeugend ehrliche Bewerbung