Dein Profil im Internet

Lohnt es sich, ein Profil bei Xing, Linkedin oder eine eigene Internetseite zu führen, wenn Du Dich beFUFlich neu orientierst?

Wenn Du im Internet für Personaler zu finden sein möchtest und vor allem mit den Informationen, die Du gerne über Dich preisgeben möchtest, empfehle ich Dir ein paar Überlegungen anzustellen.

Kennt Dich das Internet?

Zunächst einmal suche mit Deinem Namen auf google und schaue Dir ruhig mal die ersten 30 Suchergebnisse an. Möchtest Du mit diesen Informationen zu Dir für Arbeitgeber zu finden sein?

Solltest Du mit Inhalten nicht einverstanden sein, kümmere Dich darum. Es gibt Anbieter, die Dir angeblich den Aufwand abnehmen und alles Unerwünschte löschen (lassen). Ich empfehle Dir, jede Seite  mit Informationen über Dich selbst anzusehen und Deine Möglichkeiten zu prüfen. Wenn Du dort z. B. ein selbst angelegtes Profil hast, kannst Du das i. d. R. auch selbst löschen oder die Sichtbarkeit einschränken. Im Zweifel nimmst Du Kontakt mit dem Betreiber der Seite auf.

Neben der Löschung von unerwünschten Inhalten über Dich kannst Du dafür sorgen, dass „prominente“ Seiten über Dich genau die Informationen bereithalten, die Du anderen auch zeigen möchtest. Z. B. Xing-Profile werden in Suchmaschinen meist recht prominent, also ganz oben bei den ersten Suchergebnissen, angezeigt. Damit steuerst Du zumindest, was Personaler zuerst über Dich sehen. Wenn das überzeugt, suchen sie nicht weiter.

Google Alert

Mit google-alerts kannst Du Suchen mit gewünschten Suchbegriffen speichern und Dich bei neuen Ergebnissen automatisch per Mail benachrichtigen lassen. Damit Du auf dem Laufenden bleibst, was im Internet zu Deiner Person zu finden ist, lege Dir einen Alert zu Deinem Namen (Vor- und Nachname) an.

Xing

Das größte berufliche Netzwerk Deutschlands wird mehr und mehr zu einem beliebten Recruiting-Kanal für Unternehmen. Wenn Du dort ein (auch kostenloses) Profil anlegst, gibst Du nach passenden Mitarbeitern suchenden Arbeitgebern die Chance, Dich zu finden.

Xing hat sich vorgenommen, seinen Nutzern passende Jobangebote zu machen, noch bevor Du aktiv nach Deinem neuen Job suchst – weil Xing weiß, dass du wechselwillig bist. Ähnlich wie bei facebook basiert das Geschäftsmodell von Xing auf der Sammlung und Auswertung von persönlichen Daten. Daher überlege Dir gut, welche Daten Du pflegst.

Andererseits sollte Dein bewusst gepflegtes, aktuelles Profil ein gutes Bild über Dich abgeben. Ähnlich wie im Lebenslauf gilt es, die richtigen Schlüsselworte zu verwenden, adressatengerechte Informationen zugeben und gänzlich unbedeutende Nebensächlichkeiten auszusparen. Eine gewisse „Kosmetik“ des Lebenslaufes kann auch hier für größere Überzeugungskraft sorgen.

Bewerber-Homepage

Wenn Du Dich als kreativer Webdesigner bewerben möchtest, halte ich eine eigens von Dir gestaltete Internetseite für ein sehr gutes Werbemittel. Damit zeigst Du, was Du kannst und lieferst eine Live-Probe Deiner Arbeit.

Aber auch für andere Berufsbereiche kann eine eigene Seite Informationsmehrwerte für Personaler bringen. So kannst Du dort z. B. mehrere Lichtbilder von Dir hochladen, die Dich in verschiedenen, u.a. beruflichen, Situationen darstellen. Oder Du richtest hier einen zugangsgeschützten Bereich mit Arbeitsproben, Referenzen und Zeugnissen ein. In Deiner Bewerbung gibst Du dann den Link mit den Zugangsdaten an. Es gibt viele Möglichkeiten und Anbieter, einfach selbst zu erstellender Webseiten, auch Bewerbungshomepages.

Online-Lebenslauf

Diverse Plattformen bieten Dir das Hochladen Deines Lebenslaufes an. Mit Deiner Zustimmung haben dann Arbeitgeber, die passende Mitarbeiter suchen, die Möglichkeit, auch Deinem Lebenslauf zu sehen und Dich zu kontaktieren.

Auf meine Nachfrage beim beliebtesten Jobportal Stepstone, wie erfolgreich dieser Recruiting-Kanal genutzt wird, habe ich leider keine aussagekräftige Antwort erhalten.

⇒ Übersicht aller Tipps und Anleitungen für Deine überzeugend ehrliche Bewerbung