Wieder-gut-machen

Seit ich meinen Bewerbungsunterlagen-Check kostenlos für Abonnenten meiner Tipps und Tricks anbiete, wurde dies regelmäßig nachgefragt. So habe ich von jeder anfragenden Person die Bewerbungsunterlagen eingehend geprüft und ein individuelles Feedback gegeben, das meistens gut 20 Punkte umfasste (Aufwand ca. 30 Minuten).

Kostenloser Bewerbungsunterlagen-Check

Leider bekam ich in ungefähr der Hälfte der Fälle als Antwort: nichts. Was ich sehr schade finde und mich auch ein wenig verunsichert. Darum habe ich in den letzten Tagen bei einigen nachgefragt, ob sie meine Email überhaupt erhalten haben und sich ihre berufliche Situation verändert habe. Rund die Hälfte reagierte erneut mit Schweigen. Einige wiederum bedankten sich für die Nachfrage und bekundeten weiteren Unterstützungsbedarf, ohne jedoch die finanziellen Mittel dafür zu bereit zu haben.

Und wenn Du kein Geld zahlen müsstest?

Diese Rückmeldungen lassen mich mal wieder darüber nachdenken, ob ich für meine Dienste immer Geld verlangen muss und vor allem – möchte. Wie ginge es mir, wenn ich meine Unterstützung anbiete, ohne eine direkte Gegenleistung in Form von Geld zu verlangen? Ehrlich gesagt, beschäftigt mich diese Frage schon eine ganze Weile. Denn am liebsten möchte ich freizügig sein (können) und allen Menschen meine Unterstützung zukommen lassen, die sie wünschen. Ich möchte geben, was ich zu geben habe. Und ich möchte davon leben.

Was kannst Du anderen Gutes zu tun?

Also habe ich mir überlegt, etwas Neues auszuprobieren: Es gibt für Dich ab sofort die Möglichkeit, Deine Bezahlung meiner Dienstleistung frei zu wählen. Du kannst mir also das auf meiner Seite genannte Honorar bezahlen oder eine andere, besondere Form der Vergütung: Wieder-gut-machen. Dein Wieder-gut-machen soll nicht mir selbst zufließen, sondern anderen Menschen. Du gibst also etwas von Dir weiter. Dein Wissen, Dein Können, Deine Teilhabe. Etwas, das Du richtig gut machst und andere schätzen. Schreibe mir, wie Dein Wieder-gut-machen beschaffen ist, welchen Menschen Du wie genau etwas Gutes tun wirst. Und ich gebe Dir meine Unterstützung aus freien Stücken.

Warum Wieder-gut-machen?

  1. Meine erste Inspiration hierzu erhielt ich aus dem Film „Das Glücksprinzip“. Das Prinzip der Weitergabe von „Glück“ fasziniert mich seitdem.
  2. Geld ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, für einen Ausgleich zu sorgen. Je unabhängiger wir von Geld werden, desto freier sind wir in unseren Entscheidungen und desto einfacher wird Selbstverwirklichung.
  3. Geld für etwas Erhaltenes als Ausgleich zu zahlen, ist eine einfache Sache (sofern es ausreichend vorhanden ist). Wie heißt es so schön bei der GLS Bank: „Die Verantwortung fürs Geld kann man am Bankschalter abgeben, muss man aber nicht.“ So kannst Du für eine erhaltene Dienstleistung bezahlen und das „Geschäft schließen“ oder: Du gibst Empfangenes weiter und übernimmst Verantwortung dafür, dass es auch einem anderen Menschen besser geht.
  4. Wieder-gut-machen soll Dich zum Überlegen anregen, was Du der Welt, der Gesellschaft oder einem einzelnen Menschen zu geben hast. Welchen Beitrag kannst Du leisten, die Welt ein kleines bisschen besser zu hinterlassen, als Du sie vorgefunden hast?
  5. Ich bin neugierig, ob die „Rechnung“ unterm Strich aufgeht, ob Wieder-gut-machen für einen Ausgleich sorgt, der fair ist und sich auch fair anfühlt – für alle Beteiligten.

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