Erster!

Ich habe lange hin und her überlegt, wie ich meinen ersten Blog-Artikel auf meiner frisch renovierten Internetseite sinnvoll fülle. Schließlich habe ich von anderen Bloggern gelernt, dass dieser erste Artikel ein besonders wichtiger sei. Gibt er doch die Richtung vor, wohin sich ein Blog entwickelt.

Zugegeben, diese (wiederholt gedachte) Anforderung hat bei mir einen Druck aufgebaut und mich nicht gerade frei und kreativ werden lassen. Stattdessen wurde ich meinen Ideen für diesen ersten Artikel immer selbst-kritischer gegenüber.

Dabei stehe ich seit drei Wochen in den Startlöchern. Ende November hatte ich wohl überlegt und dann kurz entschlossen in dieses BLOGGO-Theme von Jakob Schweighofer investiert. Zuvor war ich über einen Artikel von Ben Paul (Anti-Uni) zum Thema Selbstverwirklichung gestolpert, durch den mir klar wurde, dass Bloggen künftig ein entscheidender Teil meines Wirkens sein wird.

Und davor hatte ich mich für ungefähr ein Jahr in einem Schwebezustand befunden. Nachdem ich mich von Aufträgen verabschiedet hatte, die mir keine Freude (mehr) bereiteten, bot mein Terminkalender mir frei gewordene Zeit. Zwei freie Tage pro Woche, die sinnvoll eingesetzt werden wollten.

Juhu, könnte man meinen, welch ein Luxus. Endlich freie Zeit, wonach sich so viele sehnen. Und nun saß ich da, in meinen vier Wänden, und überlegte mir, was ich mit dieser freien Zeit anfangen sollte (tatsächlich mehr sollte als wollte). Was war sinnvoll? Was war zukunftsweisend? Was würde mich erfüllen?

Ich hatte sogar mehrere Ideen: eine Teilzeit-Anstellung annehmen, einen Online-Shop aufbauen, ehrenamtlich Lebensmittel retten, ein Café eröffnen, ein neues Netzwerk gründen und viele weitere. Einigen Ideen ging ich nach, setzte sie sogar in die Tat um. Bei anderen Ideen fehlte mir noch etwas Zündendes.

Doch noch immer hatte ich freie Zeit und suchte nach der EINEN PERFEKTEN SACHE. Ich befürchtete, ich könne bei einem Engagement in weitere kleinere Projekte mich selbst, den Überblick und Freiräume verlieren. Freie Zeit, die ich eines Tages brauchen und vermissen könnte. Dann, wenn ich DIESE EINE AUFGABE fände, die mich voll und ganz bis an mein Lebensende erfüllen würde…

Vielleicht wird jetzt deutlich, woin mein Schwebezustand fußte. Ich war suchend nach dem großen Wurf, der perfekten Welle, meiner einzig wahren Berufung. Doch war sie nicht in Sicht. So sehr ich einen klaren Handlungsimpuls für das EINE ersehnte, so unentschlossen blieb ich zurück.

Nun saß ich in meiner freien Zeit nicht nur tatenlos herum (kann ich auch gar nicht). Vielmehr saugte ich alles Interessante in mich auf, was meinen Weg kreuzte. Ich machte Online-Selbstlern-Kurse, tauschte mich mit anderen über meine Situation und Gedanken aus, las Bücher und Blogs zu meinem Thema. So hatte ich mir vor einiger Zeit schon ein Abo bei google (google-alert) eingerichtet, das mich über jeden neuen Suchtreffer zum Wort „Selbstverwirklichung“ informierte.

So kam es, dass ich vor einem Monat den erwähnten Artikel von Ben Paul las. Bloggen im Allgemeinen war mir schon lange bekannt. Im Besonderen folgte bzw. folge ich noch den Blogs von Heike Thormann, Markus Cerenak, Elias Fischer, Patrick Hundt, Christina Emmer, um nur ein paar zu nennen. Sie alle haben mich inspiriert und weitergebracht. Vielen Dank Euch an dieser Stelle!

Ich habe überlegt, was der Artikel über Ben und auch sein Blog in mir angesprochen hat, dass ich Bloggen nun als „mein Ding“ erkannte. Es waren eindeutig Freude und Leidenschaft, die ich vernachlässigt hatte. Bislang hatte ich mich auf die Sinnhaftigkeit meines Tuns fokussiert. Spaß an der Sache hatte ich auf den zweiten Rang verwiesen.

Also überlegte ich, was mir wirklich Freude machte. Und das war und ist seit über 30 Jahren das Schreiben. Als Kind und Jugendlicher schrieb ich Geschichten und Gedichte, dann Tagebuch, Briefe und jetzt auch Bücher und Blog-Artikel. Denn ich möchte das nicht nur für mich machen, sondern auch für andere Menschen, dass sie davon profitieren.

Und dann war er plötzlich da – der lang ersehnte klare Handlungsimpuls. Und fünf Wochen später sitze ich im sonnigen Wohnzimmer und schreibe meinen ersten Blog-Artikel. Er ist der Startschuss für meinen neuen Internetauftritt, mit dem ich Leser wie Dich erreichen und ermuntern möchte, das zu tun, was DU wirklich willst.

Du kannst mir und meinen Gedanken folgen, indem Du hier unten Deine Email-Adresse einträgst und auf „Ja, ich will Neues erfahren“ klickst. Unter allen neuen Anmeldungen bis 31.01.2015 verlose ich ein gratis Coaching mit mir.

Hast Du Gedanken zu diesem Artikel, die Du teilen möchtest? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar. Und natürlich darfst Du auch anderen Menschen vom Blog erzählen :)

Frohe Weihnachten wünscht

Christian

2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi Christian – ausgezeichnete Idee! Bloggen ist wie kochen, es kommt nicht nur auf die Zutaten und die Zusammensetzung – sondern auf das Herz dahinter an! Weiter so… ;-)

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